Mit welcher Kugel ist es noch weidgerecht, auf welches Wild zu gehen, bis auf welche Entfernungen ist es noch zulässig einen Schuss abzugeben. In welchen Fall lag Fahrlässigkeit vor, und wo war es nur eine Verkettung von unglücklichen Umständen, die den Jagderfolg versagen ließen.

Waren die eingesetzten Schusswaffen in ordnungsgemäßem Zustand und funktionierten die Sicherheitseinrichtungen, bzw. wurden die einschlägigen Sicherheitsregel im Umgang mit Schusswaffen präzise eingehalten, und vor allem war die Flugbahn des Projektils zum Zeitpunkt der Schussabgabe sicher einzusehen.

 

Ein weites Feld sind vermeintlich unerklärliche Geller durch Ablenkung von Projektilen durch Hindernisse in der Flugbahn. Hier sind vor allem beim Schrotschuss bedauerlicherweise insbesonders die Ablenkung von Flintenlaufgeschossen aufgrund der geringen Stabilisierung. Aber auch der Gefahrenbereich der Schrotgarbe abhängig von der Schussrichtung aufgrund zu geringer Sicherheitswinkel kann auftreten. Hier ist insbesondere zu berücksichtigen, dass unterschieden werden muss in der Gellergefahr bei ebenen weichen Hindernissen, mit kleinen Ablenkungswinkel, aber auch richtige Querschläger bei harten Medien wie beispielsweise gefrorenem oder steinigem Untergrund vorkommen können. Eine Ablenkung einer Kugel durch Astwerk wenige Meter vor der Mündung kann erstaunliche Flugbahnveränderungen bewirken. Dazu ist oft ohne eine Befundaufnahmen am Ort des Geschehens kaum eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeiten seriös durchzuführen.