Wie wird man Sachverständiger

Die Anforderungen zur Listung an einen allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen sind im BGBl I 1998/168 festgelegt. Im Zuge einer kommissionellen Prüfung (in meinem Fall sogar in den Räumlichkeiten des Obersten Gerichtshofes) werden unter anderem der Nachweis der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung, besondere Sachkunde, Kenntnisse bezüglich Befundaufnahme, Erstattung von schlüssigen und nachvollziehbaren Gutachten, und vieles mehr geprüft.

Die Eintragung in die Sachverstšndigenliste erfolgt dann durch den Präsidenten des zuständigen Landesgerichtes. Zuvor muss jedoch noch der Sachverständigeneid abgelegt werden:

"Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, einen reinen Eid, dass ich die Gegenstände eines Augenscheines sorgfältig untersuchen, die Wahrnehmungen treu und vollständig angeben und den Befund und mein Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen und nach den Regeln der Wissenschaft angeben werde; so wahr mir Gott helfe!"

Emsig und redlich, wie im ABGB gefordert, wird dann sofort ans Werk gegangen und das hohe Vertrauen der beauftragenden Partei und die Integrität eines Sachverständigen nutzend, mit hoher Ethik an der Rechtspflege mitgearbeitet.
 
 

Was mir noch sehr wichtig ist::
Viele verwechseln mich mit einem Amtssachverständigen - dies bin ich nicht, ich bin kein Beamter sondern selbständiger Unternehmer, der selbst entscheidet welche Aufträge er annimmt, welches Honorar er vereinbart (Ausnahme Annahme und Verrechnung von Gerichtsaufträgen nach GebAG), und der fachlich keiner Weisung unterliegt,  jedoch den Standesregeln verpflichtet ist.